

Was bedeutet der Begriff "Röntgen", und seit wann gibt es dieses Verfahren?
Worin besteht der Unterschied zwischen konventionellem und digitalem
Röntgen?
Was versteht man unter einer Durchleuchtung?
Sind Röntgenstrahlen gefährlich?
Warum kommt der Mammographie eine derart große Bedeutung zu?
Genügt nicht auch ein regelmäßiges Abtasten der Brust?
Kann man zwischen gutartigen und bösartigen Veränderungen
unterscheiden?
Welche Risiken birgt eine Mammographie?
Wie wird die Untersuchung durchgeführt?
Wann ist eine Mammographie angezeigt?
Was ist die "Digitale Mammographie"?
Was ist eine MRT-Untersuchung der Brust, und wann wird
sie durchgeführt?
Was bedeutet der Begriff "Digitale Mammographie"?
Welche Vorteile bringt die digitale Microdosis-Mammographie?
Was unterscheidet die digitale von der analogen Mammographie?
Ist eine bessere Auswertung bei weniger Strahlenbelastung möglich?
Welche Veränderungen verweisen auf eine eventuelle Erkrankung der Brust und sollten durch eine strahlenarme Mammographie abgeklärt werden?
Warum ist die Lokalisierung von kleinen Verkalkungen im Brustgewebe mit Hilfe der Mammographie so wichtig?
Was versteht man unter dem Begriff "Osteoporose"?
Was ist eine Knochendichtemessung?
Welche Ursachen führen zu Osteoporose?
Ab welchem Alter empfiehlt sich eine Knochendichtemessung?
Wie sehen die klinischen Merkmale der Osteoporose aus?
Gibt es Selbsthilfegruppen?
Handelt es sich bei Sonographie und Ultraschall um das
gleiche Verfahren?
Wie funktioniert die Sonographie?
Welche Strukturen lassen sich am besten auf diese Weise
untersuchen?
Was versteht man unter einer Duplex-Sonographie?
Wie läuft eine Ultraschall-Untersuchung ab?
Seit wann gibt es die Computertomographie, und welche
Besonderheiten weist dieses Verfahren auf?
Welche Strukturen und Organe lassen sich im CT besonders
gut darstellen?
Warum ist vor der Untersuchung eine Kontrastmittelgabe
nötig?
Auf welche Weise erfolgt die Ausscheidung der Kontrastmittel?
Wann darf eine CT keinesfalls durchgeführt werden?
Wie hoch ist die Strahlenbelastung bei der CT-Untersuchung?
Ich habe Platzangst. Ist die Computertomographie die Untersuchung
mit dem engen Tunnel?
Besteht ein Unterschied zwischen Magnetresonanztomographie
und Kernspintomographie?
Was versteht man unter Magnetresonanztomographie (MRT)?
Was bedeutet Tesla?
Welche Stärke weisen Magnete für den medizinischen Bedarf
auf?
Worin besteht der Vorteil der MRT?
Wie häufig sind Magnetresonanztomographie-Geräte?
Wirken Metalle als Störfaktoren bei der Durchführung einer
Kernspintomographie?
Welche Faktoren sprechen gegen die Durchführung einer
Kernspintomographie?
Welche Nebenwirkungen gibt es?
Können im Gerät Engegefühl oder Angstzustände auftreten?
Der 1845 geborene deutsche Physiker Wilhelm Conrad Röntgen entdeckte
1895, dass elektromagnetische Strahlen mit einer bestimmten Wellenlänge
den Körper durchdringen und teilweise von ihm absorbiert werden. Durch
die nach ihm benannten Röntgenstrahlen lassen sich Organe im Körperinneren
auf ähnliche Art und Weise abbilden wie Gegenstände durch einen
Fotoapparat.
nach oben
Beim konventionellen Röntgen wird eine Röntgenaufnahme auf Film
belichtet - eine Methode, die im DiagnoseZentrumUrania nicht mehr zur Anwendung
gelangt.
Bei der modernsten Form, dem digitalen Röntgen, wird das Bild in digitale
Signale umgewandelt und mittels Computer weiterbearbeitet. Die Strahlenbelastung
lässt sich durch dieses Verfahren erheblich reduzieren - um etwa ein
Drittel bzw. bis um die Hälfte. Eine Wiederholung von Aufnahmen ist
nicht nötig, da fehlerhafte Belichtungen am Arbeitsplatz korrigiert
und im Bedarfsfall nachbearbeitet werden können. Das DiagnoseZentrumUrania
speichert die Daten digital und verschickt sie auf elektronischem Weg, z.B.
an Spitäler, so dass Doppeluntersuchungen unterbleiben.
nach oben
Bei dieser Untersuchung wird der Patient mit Röntgenstrahlen so „durchleuchtet“,
dass der Röntgenologe die sich bewegenden Organe auf dem Bildschirm
sehen und beurteilen kann. Das Verfahren gelangt jedoch immer seltener zum
Einsatz. Im DiagnoseZentrumUrania erfolgt beispielsweise die Untersuchung des Dickdarms mit
Hilfe der Computertomographie (CT), und zwar in Form der so genannten „virtuellen
Colonoskopie“ (ComputerTomographie).
Auch die Durchleuchtung der Lunge wird bei Bedarf durch die CT ersetzt.
Bei der Abklärung bestimmter Beschwerden an Magen und Speiseröhre
spielt die Durchleuchtung jedoch nach wie vor eine wichtige Rolle.
nach oben
Die Schädlichkeit der Röntgenstrahlen hängt von der verwendeten
Menge (Dosis) ab. Durch den in den letzten 100 Jahren erzielten technischen
Fortschritt konnte diese kontinuierlich gesenkt werden, so dass sie sich
heute in Bereichen bewegt, die als nahezu ungefährlich gelten. Selbstverständlich
gelangen Röntgenstrahlen so sparsam wie möglich zum Einsatz. Während
der Schwangerschaft sind sie aber gänzlich zu vermeiden - Verfahren
wie Ultraschall und Magnetresonanztomographie (MRT) finden hier den Vorzug.
Jede Untersuchungsmethode verfügt über ganz spezifische Stärken
und Vorteile. Der Arzt greift im Bedarfsfall auf die ungefährlichste
und aussagekräftigste Vorgehensweise zurück - oftmals handelt
es sich dabei noch immer um das (digitale) Röntgenverfahren. (Strahlenbelastung
im CT, natürliche Strahlung).
nach oben
Brustkrebs ist die häufigste Krebserkrankung bei Frauen. 8-10% aller
Frauen sind einmal in ihrem Leben davon betroffen. Die Erkrankung lässt
sich allerdings sehr gut behandeln - vorausgesetzt sie wird im Frühstadium
erkannt. Durch regelmäßige Früherkennungsmaßnahmen
erhöhen sich die Heilungschancen. Die Mammographie gilt als die wichtigste
Vorsorgeuntersuchung zur Früherkennung von Brustkrebs.
nach oben
Das Abtasten der Brust ist von großer Bedeutung und wird vom behandelnden
Arzt, meist dem Gynäkologen, oder auch von der betreffenden Frau selbst
durchgeführt. Man kann mit dieser Methode allerdings erst Tumore mit
einer Größe von mindestens ca. 1 Zentimeter erkennen. Die meisten
Tumore sind zu diesem Zeitpunkt schon viele Jahre gewachsen. Die Mammographie
hingegen identifiziert bereits kleine Knoten, und zwar in einem Stadium,
in dem sie noch längst nicht tastbar sind
nach oben
Oft trifft diese Aussage zu - aber leider nicht immer. Der häufigste
gutartige Knoten der Brust ist kein Tumor, sondern eine Zyste (flüssiger
Inhalt). Knoten, die aus Gewebe bestehen, lassen sich gut in der Mammographie
erkennen. Manche enthalten winzige Kalkablagerungen (Mikrokalk), welche
für bestimmte Krebsformen typisch sind. Auch durch die Form und die
Struktur der Veränderungen lassen sich gutartige und bösartige
Tumore unterscheiden. Alle Knoten, die nicht eindeutig gutartig sind, werden
heute durch eine histologische Untersuchung (Gewebeprobe) weiter abgeklärt.
nach oben
Aufgrund des technischen Fortschrittes hat sich die eingesetzte Strahlendosis
in den letzten Jahren zusehends vermindert. Besonders die digitale Mammographie,
die im DiagnoseZentrumUrania zur Anwendung gelangt, weist eine extrem geringe Strahlenbelastung
auf. Generell gilt das Gleiche wie für alle Röntgenuntersuchungen:
Ein nicht diagnostizierter bösartiger Prozess verursacht einen größeren
Leidensweg als mögliche Nebenwirkungen durch die Untersuchung.
nach oben
Die Patientin legt die Brust auf den Röntgenfilmtisch, wo sie so vorsichtig
wie möglich zusammengedrückt wird. Die Frau teilt dem Radiologen
oder dem medizinisch-technischen Assistenten mit, wann der Druck zu groß
wird und mit dem Vorgang aufgehört werden soll. Die Kompression ist
zwar notwendig, sie soll aber nicht schmerzhaft sein. Je stärker die
Brust komprimiert wird, desto besser gelingen die Aufnahmen und desto geringer
ist die Strahlenbelastung. Man wählt bei der Untersuchung sinnvollerweise
jenen Grad der Kompression, den die Patientin ohne nennenswerte Schmerzen
ertragen kann.
nach oben
Bei jeder Untersuchung sind ALLE vorhandenen Bilder und Befunde mitzubringen,
denn winzige Veränderungen lassen sich unter Umständen nur durch
einen Vergleich mit früheren Aufnahmen feststellen. Deshalb erweist
sich im Alter von 35 Jahren eine Basismammographie als zielführend.
nach oben
Sie erfolgt wie das bekannte Mammographieverfahren mittels Röntgenstrahlen.
Die Aufnahmen werden aber nicht auf einem Film belichtet, sondern auf einer
so genannten Detektorplatte in speicherfähige Daten umgewandelt.
Das bietet folgende Vorteile:
Bei der Magnetresonanztomographie wird
die Brust mit Hilfe spezieller Kontrastmittel untersucht. Diese sammeln
sich in bösartigen
Tumoren stärker an als im normalen Brustgewebe. Die Untersuchung wird
nur durchgeführt, wenn man durch Mammographie und Ultraschall zu
keinem eindeutigen Ergebnis gekommen ist.
nach oben
Die digitale Mammographie läuft ähnlich wie die Röntgenmammographie
ab. Die Aufnahmen werden aber nicht auf einem Film belichtet, sondern auf
einer so genannten Detektorplatte in speicherfähige Daten umgewandelt.
Die Diagnose erfolgt unmittelbar nach der Aufnahme und direkt am Bildschirm.
Bildausschnitte lassen sich gezielt vergrößern und bearbeiten.
nach oben
Verdächtige Herde und Verkalkungen sind durch das digitale Verfahren
leichter zu erkennen - gleichzeitig kann die benötigte Strahlendosis
deutlich abgesenkt werden.
nach oben
Gerade bei Frauen mit größeren Brüsten waren bisher mehrere
Teilaufnahmen notwendig. Aufgrund der großen Detektorplatte genügen
bei der Microdosis-Mammographie die klassischen Aufnahmen "von oben"
und "von der Seite". Durch die ausgezeichnete Qualität der
digitalen Bilder verringert sich im Regelfall die Anzahl der Aufnahmen und
damit die Strahlenbelastung.
nach oben
Bereits 1 mm große Verkalkungen können ein erstes Anzeichen
für Brustkrebs darstellen. Die Diagnosestellung eines Tumors, der lediglich
mikroskopisch kleine Ausdehnung besitzt, ist nur bei dieser Krebsart und
mit keiner anderen Untersuchungsmethode als der Mammographie möglich.
nach oben
Wörtlich übersetzt bedeutet Osteoporose "poröser Knochen".
Laut Definition der WHO handelt es sich bei der Osteoporose (im Volksmund
auch "Knochenschwund" genannt) um eine Skeletterkrankung, die
durch eine niedrige Knochenmasse und durch eine Störung der Mikroarchitektur
des Knochengewebes mit daraus resultierender Knochenbrüchigkeit und
steigendem Fraktur-Risiko charakterisiert ist. Typische Bruchstellen sind
die Wirbelsäule, die Hüfte oder das Handgelenk.
Wenngleich es keine exakten Zahlen für die Gesamtheit der an Osteoporose
Erkrankten gibt, gehen aktuelle Schätzungen davon aus, dass in Österreich
etwa 700.000 Menschen an „Knochenschwund“ leiden – der
Anteil der Frauen liegt bei 80 %.
nach oben
Die Knochendichtemessung wird zur Abklärung von Osteoporose (Knochenschwund) durchgeführt. Ziel ist es, die Erkrankung sicher zu erkennen, da bei ihrem Vorliegen die Tendenz zur Erleidung von Knochenbrüchen steigt. Durch frühzeitige Vorbeugung und Behandlung der Erkrankung lässt sich das Risiko deutlich verringern.
Die Quantifizierung des Knochenkalkmineralgehalts (auch Knochendichtemessung
genannt) stellt die Grundlage jeder Osteoporosediagnostik dar und wird im
DiagnoseZentrumUrania mittels Zwei-Spektren-Röntgenabsorptiometrie
(= DEXA, Dual-Energy
X-Ray-Absorptiometrie) durchgeführt.
Diese Untersuchungsmethode kommt vor allem im Bereich der Lendenwirbelsäule
und des Oberschenkelhalses zum Einsatz. Sie ist durch eine hohe Präzision
gekennzeichnet, bedarf lediglich geringer Dosen ionisierender Strahlen,
gilt als Goldstandard (Methode der ersten Wahl) und ermöglicht
die Berechnung des Knochenmineralgehalts im Untersuchungsbereich.
nach oben
Die menschlichen Knochen befinden sich – wie alles lebende Gewebe
- in einem kontinuierlichen Umbauprozess, d.h. der Knochen wird fortwährend
erneuert. Die Geschlechtshormone (Östrogen, Testosteron) steuern neben
anderen Funktionen auch diesen Vorgang. Etwa im 35. Lebensjahr ist die maximale
Knochenmasse erreicht, danach nimmt sie wieder ab. Der im Alter veränderte
Hormonhaushalt führt zu einer verstärkten Abbauaktivität,
sodass permanent Knochenmasse verloren geht und sich die tragende Struktur
im Knochen verringert. In der Folge steigt das Knochenbruchrisiko.
Besonders ab dem Klimakterium – ca. zwischen dem 50. und 55. Lebensjahr
- beginnt von Natur aus ein rascher Knochenmasseverlust. Durch den Abfall
des weiblichen Sexualhormons, des Östrogens, aber auch des Gestagens,
kommt es bei sehr vielen Frauen zu einer Beschleunigung des Knochenabbaus
mit mehr als 3,5 bis 8% Knochenmasseverlust pro Jahr, sodass Osteoporose
hauptsächlich (zu ca. 95%) bei Frauen ab der letzten spontanen Gebärmutterblutung,
also im sog. Wechsel, auftritt.
Zu erwähnen bleibt außerdem, dass Osteoporose selbst in jüngeren
Jahren als Folgeerscheinung anderer Grunderkrankungen bei Männern und
Frauen zu finden ist (sekundäre Osteoporose).
Eine Knochendichtemessung erscheint bei folgenden Personen angezeigt:
Riskofaktoren sind:
Da der Mensch im Allgemeinen um das 30. Lebensjahr über die beste
Knochenqualität verfügt, erscheint es ratsam, ca. ab dem 35. Lebensjahr
eine erste vorsorgliche Knochendichtemessung durchzuführen.
Regelmäßige Kontrollen sind ab dem Alter von 50 Jahren angezeigt,
um Knochenbrüche rechtzeitig zu verhindern bzw. entsprechend dem Bruchrisiko
eine medikamentöse Therapie zur Risikominimierung einzuleiten.
nach oben
Typisch sind Brüche der Wirbelkörper, des Oberschenkelhalses sowie des Handgelenkes.
Osteoporotische Knochenbrüche (Frakturen) treten häufig spontan während des Stehens, Laufens oder Sitzens auf – ja, sogar im Schlaf. Selbst einfache Bewegungen, z.B. wenn Sie die Einkaufstasche heben oder Ihr Enkelkind in die Arme nehmen, können bereits eine Fraktur verursachen. Mit jeder Fraktur erhöht sich das Risiko, eine weitere zu erleiden.
Osteoporose und Wirbelkörperbrüche führen unter Umständen
zu einer Verformung der Wirbelsäule (= „Witwenbuckel“),
welche die Atemfunktion einschränken sowie schmerzhafte und problematische
Verlagerungen der inneren Organe bewirken kann.
nach oben
Hilfe zur Selbsthilfe
Neben den körperlichen Beschwerden verursacht Osteoporose
häufig auch seelische Probleme wie Verunsicherung, Stress oder Angst,
die wiederum einen Verlust des Selbstwertgefühls oder Depressionen
auslösen können. Der Erfahrungsaustausch mit anderen Osteoporose-PatientInnen
unterstützt Sie beim Umgang mit der Krankheit und trägt wesentlich
zur Steigerung Ihrer Lebensqualität bei.
Die Österreichische Osteoporose-Selbsthilfe liefert umfassende Informationen zu den medizinischen und psychischen Auswirkungen der Erkrankung und steht für Fragen zur Vorbeugung, Betreuung und Pflege von Betroffenen zur Verfügung.
Aktive Osteoporose-Selbsthilfegruppen www.osteoporose.cc finden Sie derzeit in
Ja, es handelt sich um ein und dasselbe Verfahren.
nach oben
Ultraschallwellen sind jene Schallwellen, die wir nicht hören können.
Sie weisen ein etwas anderes physikalisches Verhalten auf als die Schallwellen,
die wir vernehmen. Schickt man sie durch den Körper, gehen sie nicht
einfach hindurch, sondern werden in bestimmten Geweben reflektiert, also
zurückgewiesen. Die Art, wie das geschieht, verwendet man zur Darstellung
von Organen.
Da es sich um Schallwellen handelt, ist die Untersuchung frei von möglichen
Belastungen. Das Verfahren kann daher bedenkenlos selbst während der
Schwangerschaft zum Einsatz gelangen - gerade dafür wurde es entwickelt.
nach oben
Besonders gut können Gefäße und Weichteilstrukturen gesehen
werden, aber auch die direkt unter der Haut gelegenen, also die oberflächlichen
Strukturen, z.B. die Schilddrüse, die weibliche Brustdrüse, die
Lymphknoten und die Hoden. Auch die Organe des Bauchraumes lassen sich ausgezeichnet
darstellen: Leber, Gallenblase, Milz, Bauchspeicheldrüse (Pankreas),
Nieren, Gebärmutter (Uterus), Eierstöcke (Ovarien), Harnblase
und Vorsteherdrüse des Mannes (Prostata).
Luft und Kalk bleiben im Ultraschall unsichtbar. Alle Knochen, die Lunge
und jene Teile des Bauchraumes, die Darmgase enthalten (Magen-Darm), können
daher nicht oder nur eingeschränkt zur Darstellung gebracht werden.
nach oben
Dabei handelt es sich um ein Kombinationsverfahren aus der herkömmlichen
Sonographie zur Darstellung der Gefäße und dem so genannten Doppler-Schall,
mit dem sich die Flussgeschwindigkeit in den Gefäßen messen lässt.
Den Doppler-Effekt des Schalles hat der österreichische Mathematiker
und Physiker Christian Andreas Doppler entdeckt (geb. 1803 in Salzburg).
nach oben
Zuerst wird der Patient, je nach darzustellender Region, entsprechend gelagert.
Der Arzt bringt ein Gel auf den Schallkopf auf. Dieses dient der besseren
„Ankoppelung“ des Schallkopfes. Ohne dieses Gel bliebe zwischen
Schallkopf und Haut ein schmaler Luftstreifen bestehen, an dem sich die
Ultraschallwellen reflektieren. Die Region dahinter, also die zu untersuchenden
Organe, könnte so nicht zur Ansicht gebracht werden. Bei der Untersuchung
des Bauchraumes haben die Patienten nüchtern zu bleiben, denn nur in
diesem Zustand sind verhältnismäßig wenig Darmgase vorhanden
– diese stellen nämlich einen erheblichen Störfaktor dar.
Der Arzt führt den Schallkopf in unterschiedlichen Richtungen und Winkeln
über die Haut des Patienten, wodurch die Organe und das Gewebe aus
verschiedenen Perspektiven zu sehen und zu beurteilen sind. Die Aufnahmen
erfolgen nach Möglichkeit in so genannten Standard-Richtungen, damit
sich auch Ärzte, welche die Bilder nicht selbst angefertigt haben,
gut orientieren können. Nach Abschluss der Untersuchung wird das Gel
entfernt
nach oben
In den 60er Jahren nahm EMI (Electric and Musical Industries in England)
die Beatles unter Vertrag und erzielte mit dem Erfolg der Gruppe beträchtliche
Gewinne. In der Firma arbeitete auch ein besonders begabter Techniker mit
dem Namen Hounsfield, der eines Tages einen ungewöhnlichen Auftrag
bekam: Er sollte in irgendeinem Forschungsbereich irgendetwas Neues erfinden
– ohne konkrete Vorgaben. So begann er nach neuartigen Methoden zu
suchen, das Körperinnere darzustellen. Seine Idee war es, Röntgenstrahlen
auf vielen Achsen durch den Körper zu schicken, die Ergebnisse per
Computer auszuwerten und so überlagerungsfreie Schichtaufnahmen zu
gestalten. 1968 gelang es ihm auf diese Weise erstmals, das Gehirn eines
Schweines darzustellen. Neun Tage lang „scannte“ die Maschine,
und zwei Stunden rechnete der Computer an den 28 000 Messungen. Die erste
Untersuchung an einem Menschen fand 1971 statt. Hounsfield erhielt 1979
für diese Entdeckung den Nobelpreis für Medizin. Heute gibt es
keine EMI-CT-Geräte mehr auf dem Markt - die jahrelange Forschungsarbeit
erwies sich offensichtlich als allzu teures Unterfangen.
Als Besonderheit der Computertomographie betrachtet man die Tatsache, dass
sich die Strukturen der verschiedenen Organe überlagerungsfrei abbilden
lassen. So ist beispielsweise das Gehirn vollständig von Knochen umgeben
und konnte erst mit Hilfe des neuen Verfahrens dargestellt werden. Auch
alle anderen inneren Organe können mittels dieser Methode besser und
genauer als im Röntgen beurteilt werden.
nach oben
Gehirn und Rückenmark, alle inneren Organe, die Lunge und die Knochen
gelangen im CT besonders gut zur Geltung.
nach oben
Kontrastmittel (KM) weisen eine andere Dichte als Körpergewebe auf
und erzeugen daher, wie schon der Name sagt, besseren Kontrast. Werden sie
injiziert, reichern sie sich in den stärker durchbluteten Organen an.
Leber, Milz, Gehirn etc. kommen dadurch besser zur Darstellung. Die meisten
Tumore und Entzündungen sind ebenfalls stärker durchblutet und
heben sich daher deutlich von der Umgebung ab. Manche Tumore weisen sogar
ein so typisches Durchblutungsbild auf, dass sie allein durch die Verabreichung
von Kontrastmitteln diagnostiziert werden können. Außerdem lassen
sich durch Kontrastmittelgabe in bestimmten Fällen selbst gut- und
bösartige Tumore voneinander unterscheiden.
Auch Gelenke und andere Körperhöhlen können durch das Injizieren
von KM ausgezeichnet dargestellt werden. Da die KM-Ausscheidung über
die Nieren erfolgt, gelangen Harnwege und Harnblase besonders gut zur Ansicht.
Kontrastmittel, die getrunken werden, lagern sich an den Wänden des
Verdauungstraktes an, wodurch auch diese Organe sichtbar gemacht werden.
nach oben
Das injizierte Kontrastmittel im Blut, in den Körperhöhlen, im
Lymphgewebe oder in den Organen (Leber, Niere) wird innerhalb einer viertel
bis halben Stunde fast vollständig über die Nieren ausgeschieden.
Das getrunkene Kontrastmittel geht mit dem Körper keine Reaktion ein
und wird auf natürlichem Wege über den Darm ausgeschieden. Es
gibt auch so genannte gallengängige Kontrastmittel, die über die
Leber in die Gallenwege und von dort in den Darm gelangen.
nach oben
Eine Kontrastmittelinjektion darf nicht erfolgen:
Die Strahlenbelastung fällt äußerst gering aus und liegt
ähnlich hoch wie bei Röntgenaufnahme und Durchleuchtung. Grundsätzlich
soll eine Untersuchung nicht aus Angst vor zu hoher Strahlung unterbleiben,
denn eine falsche Diagnosestellung könnte Nachteile für den Patienten
bringen. Selbst im täglichen Leben sind wir nämlich einer geringen
Strahlenbelastung ausgesetzt, die uns keineswegs schadet. Das Gegenteil
ist der Fall: Niedrige Strahlung wird zu Heilzwecken (z.B. in Bad Gastein)
eingesetzt, und auch beim Fliegen bekommen wir eine gewisse Dosis ab. Ein
Transatlantikflug entspricht ungefähr der Strahlenbelastung eines Lungenröntgen.
Die Geräte sind heutzutage wesentlich sicherer als früher gebaut,
und der technische Fortschritt verringert die Strahlendosen bei CT und digitalem
Röntgen immer weiter.
nach oben
Nein, dabei handelt es sich um die Kernspintomographie (MRT). Der Computertomograph
verfügt zwar auch über einen Tunnel, aber der ist viel kürzer,
lediglich ca. 50 cm. Der Körper liegt fast zur Gänze frei, und
Platzangst tritt bei diesem Verfahren im Grunde nicht auf.
nach oben
Nein, es handelt sich dabei um synonyme Begriffe. Das Verfahren selbst
beruht auf einem sehr starken Magnetfeld, in dem sich die Kreiselbewegung
im Atomkern verändert. Die erstgenannte Bezeichnung nimmt auf das
Magnetfeld Bezug, die zweite auf die Abläufe im Atomkern.
nach oben
MRT ist eines der modernsten „bildgebenden Verfahren“. Die
Voraussetzung dafür bildet ein sehr starkes Magnetfeld, in dem sich
die Elektronen im Zellkern des Wasserstoffatoms unter einem bestimmten Signal
anders ausrichten und bei Wegfall dieses Signals in die ursprüngliche
Bahn „zurückspringen“. Diese kleinsten Bewegungen im atomaren
Bereich lassen sich messen und zur Bildgebung verwenden.
nach oben
Mit diesem Begriff wird die Kraft des verwendeten Magneten bezeichnet.
Je stärker dieser ist, umso rascher erhält man Bilder höchster
Qualität. 1 Tesla macht das 20 000-Fache der magnetischen Anziehungskraft
der Erde aus. Solche Magnete sind schwierig in der Herstellung und funktionieren
mit Strommengen, die zur Versorgung eines kleinen Kraftwerks geeignet
wären.
Der Magnet muss beständig mit dem flüssigen Edelgas Helium auf
4o Kelvin (-256° Celsius) gekühlt werden, was nahezu der Weltraumtemperatur
entspricht.
Der Physiker Nikola Tesla, auf den der Name der magnetischen Feldstärke
zurückgeht, wurde 1856 in Serbien geboren, studierte in Graz und lebte
und wirkte bis 1943 in den USA.
nach oben
Am häufigsten werden in der Medizin Geräte zwischen 1,0 und 3,0
Tesla verwendet. Stärkere Geräte (bis 7 Tesla) dienen ausschließlich
für Forschungszwecke.
nach oben
Mit keinem anderen Verfahren lassen sich Weichteile, besonders Gehirn,
Rückenmark, Gefäße und Gelenksknorpel, so genau beurteilen wie mit der MRT.
Sogar Veränderungen im Millimeterbereich sind mit ihrer Hilfe zu erkennen.
nach oben
Insgesamt befinden sich ca. 16.000 Geräte im medizinischen Einsatz
- aus der neuesten Generation mit 3,0 Tesla allerdings lediglich 250 Stück
auf der ganzen Welt. Eines davon steht bei uns im DiagnoseZentrumUrania, und zwar als einziges
derartiges Gerät im niedergelassenen Bereich, also außerhalb
eines Krankenhauses, in der gesamten EU. Österreich zählt sowohl
in Hinblick auf die technische Ausstattung - neben den USA, Japan und der
Schweiz – als auch in Bezug auf die Qualität des Gesundheitssystems
zu den führenden Ländern.
nach oben
Zahnfüllungen, Gelenkprothesen, Platten und Schrauben nach Knochenbrüchen
können gegebenenfalls Bildstörungen verursachen, für den
Patienten selbst besteht jedoch keine Gefahr. Sogar beim Vorhandensein künstlicher
Herzklappen lässt sich die Untersuchung in der Regel bedenkenlos durchführen.
nach oben
Bei Patienten mit Herzschrittmachern ist die Anwendung dieses Verfahrens
nicht ratsam. Metall- oder Granatsplitter sowie stark eisenhaltige Metallclips,
wie sie früher z.B.
bei Operationen an den Hirngefäßen zum Einsatz gelangten, könnten
durchaus Gefahrenquellen darstellen. Zahnersatz, andere festsitzende Spangen
oder künstliche Hüftgelenke gelten hingegen als unbedenklich.
Bei Tätowierungen mit eisenhaltigen Farben ist Vorsicht geboten,
denn sie neigen zum Erhitzen.
Das medizinische Personal sollte in jedem Fall VOR der Untersuchung über
im Körper vorhandene Metallteile in Kenntnis gesetzt werden.
Das Magnetfeld zerstört bioelektronische Implantate (z.B. Insulinpumpen
bei Diabetes, Innenohrprothesen), auch Metallteile aller Art, Magnetkarten
oder elektronische Geräte dürfen nicht in den Untersuchungsraum
gebracht werden, weil nicht nur sie selbst, sondern auch der Magnetresonanztomograph
Schaden nehmen könnte.
nach oben
Während der Untersuchung kann es zu Muskelzuckungen oder einer minimalen
Erwärmung des Gewebes kommen. Diese Reaktionen sind unbedenklich.
Auch bei Kindern und Schwangeren im letzten Drittel lässt sich das
Verfahren in der Regel gefahrlos anwenden, eventuell gelangen im letztgenannten
Fall Geräte
mit niedriger Feldstärke zum Einsatz.
Der Lärm im Gerät wird oft als unangenehm empfunden, doch Gehörschutzkapseln,
Ohrstöpsel und Kopfhörer mit Musik schaffen Abhilfe.
nach oben
Nur wenige Menschen (ca. 1%) empfinden die Art der Untersuchung als bedrohlich,
die Begleitung durch Angehörige oder Freunde erweist sich für sie als hilfreich.
Verhalten sich die Begleitpersonen ruhig, wird der Untersuchungsablauf durch
ihre Anwesenheit nicht beeinträchtigt. Während des gesamten Vorganges beobachtet
das medizinische Personal die PatientInnen durch ein Fenster, auch Sprechverständigung
ist jederzeit möglich. Über einen Alarmschalter können sich die PatientInnen
zusätzlich bemerkbar machen. Bei Bedarf verabreichen wir ein angstlösendes
Medikament - das Lenken eines Kraftfahrzeuges ist danach jedoch untersagt!
nach oben